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Warndienst Nr. 3

Datum: 

Warndienst Nr. 3 vom 11.10.2018

 

Wintergetreide-Herbizide

Trotz der andauernden Trockenheit sollten im Herbst auf Schlägen eine Ackerfuchsschwanzbekämpfung durchgeführt werden, auf denen in der Vergangenheit ein starker Fuchsschwanzbesatz vorhanden war, bzw. resistente Ackerfuchsschwanzpflanzen vorhanden sind. Jedoch sollten hierfür nur folgende Bodenherbizide eingesetzt werden:

 

0,75 l/ha Bacara Forte + 0,3 l/ha Cadou SC oder

0,6 l/ha Herold SC (in Triticale nur 0,5 l/ha)

4,0 l/ha Malibu

 

Diese Herbizide sind zugelassen in Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale.

 

Dinkel kann mit 0,5 l/ha Herold SC behandelt werden.

 

Bei Mischungen mit Boxer sollte die Saattiefe der Wintergerste bei 3-4 cm liegen.  

Bei der Anwendung von Mitteln mit dem Wirkstoff Pendimethalin wie z.B. Malibu, Stomp Aqua uvm. und Boxer (Prosulfocarb) gelten folgende Bestimmungen:

NT145: Das Mittel ist mit einem Wasseraufwand von mindestens 300 l/ha auszubringen. Die Anwendung des Mittels muss mit einem Gerät der Abdriftminderungsklasse 90 Prozent auf der gesamten zu behandelnden Fläche erfolgen.

NT146: Die Fahrgeschwindigkeit bei der Ausbringung darf 7,5 km/h nicht überschreiten.

NT170: Die Windgeschwindigkeit darf bei der Ausbringung 3,0 m/s nicht überschreiten.

 

 

Der Einsatz sollte in den Abendstunden durchgeführt werden, um den Tau über Nacht ausnützen zu können.

Allerdings wirken die Bodenherbizide nur maximal bis zum Einblattstadium des Ackerfuchsschwanzes. Daher sollte der Einsatz früh erfolgen, sobald die Fahrgassen sichtbar sind.

 

 

Sollte der Ackerfuchsschwanz bereits das Zweiblattstadium erreicht haben, stehen nur noch Blattherbizide zur Verfügung.

Hierfür kann in der Wintergerste eingesetzt werden:

 

0,9 l/ha Axial 50

 

Jedoch kann Axial nur einmal je Kultur eingesetzt werden. Ein weiterer Einsatz im Frühjahr ist somit nicht möglich. Daher muss ausreichend Ackerfuchsschwanz aufgelaufen sein.

 

Axial 50 ist stark resistenzgefährdet. Daher sollte ein Einsatz in der Wintergerste bei gleichzeitigem Anbau von Sommergerste nur in Ausnahmefällen erfolgen. In Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale kann eine Behandlung mit Atlantis WG oder Broadway im zeitigen Frühjar erfolgen, daher in diesen Kulturen kein    Axial 50 einsetzen.

 

 

Winterraps - Herbizide

 

Auf Problemstandorten können noch folgende Mittel eingesetzt werden:

0,35 l/ha Effigo à Wirkung gegen Kamille, Klettenlabkraut und Disteln (diese müssen  jedoch 10 - 20 cm groß sein!)

0,2l/ha Runway à Wirkung gegen Kamille, Distel (10-20 cm), Klatschmohn, Kornblume, Sämlingsampfer

Fox ab 4-Blatt-Stadium Raps Splitting 0,3 - 0,7 l/ha, ab 6-Blatt-Stadium des Rapses 1,0 l/ha à gegen Sonnenwolfsmilch, Storchschnabel (Achtung! Keine Anwendung bei Bodenfrost. Kann bei ungünstiger Witterung Ätzschäden an der Kulturpflanze verursachen.)
Fox kann nur solo, mit Effigo oder Runway eingesetzt werden.  

 

Gegen resistenten Ackerfuchsschwanz kann der Resistenzbrech Kerb Flo eingesetzt werden:

 

1,9 l/ha Kerb Flo

 

Dieses Mittel wirkt jedoch nur bis +7 C°; Temperaturen wie momentan vorherrschend sind deutlich zu hoch für den Einsatz von Kerb Flo. Daher hier noch abwarten. Ein Einsatz kann bis Weihnachten erfolgen, auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, nachfolgendem Frost oder Schnee. Jedoch wird eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit benötigt.

Raps - Wachstumsregler

 

Raps, der Mitte August gesät wurde, ist nun über das 6-Blattstadium hinausgewachsen und sollte nun eingekürzt werden. Teilweise ist bereits eine zweite Einkürzung notwendig. Später ausgesäte Rapsbestände sollten im 4-5-Blattstadium eingekürzt werden. Möglich sind:

0,8 - 1,0 l/ha Tilmor oder

0,6 - 0,8 l/ha Folicur oder

0,6 - 0,8 l/ha Orius

 

Der Einsatz von Carax oder Toprex hat eine sehr gute einkürzende Wirkung. Diese kann sich jedoch bei Trockenheit negativ auswirken. Bei einem Einsatz sind hier die Aufwandmengen zu reduzieren.

 

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